Mein Blog zur Sommertour 2020

Meine Sommertour 2020

Hier berichte ich über meine Erlebnisse, Begegnungen und Erfahrungen während der Sommertour 2020.

Weitere Informationen und Bilder sind auch auf meinem Instagram- bzw. Facebook-Account zu finden.

#mitkarambadurchdensommer

#politikmachtkeineferien

 


Das war’s!

Meine Sommertour 2020 ist nun vorbei. Die Zeit ist mal wieder viel zu schnell vergangen. Es war eine wichtige Sommertour. Ich habe hinter die Kulissen vieler systemrelevanter Berufe blicken können, etwa in Krankenhäusern, oder bei der Polizei. Mit vielen Arbeitnehmer*- aber auch Arbeitgeber*innen konnte ich mich über ihre Ängste und Herausforderungen während Corona austauschen. Während meiner Kurzpraktika durfte ich mit anpacken, etwa im Blumenladen, oder in der Eisdiele. Ich habe mich mit wichtigen Initiativen ausgetauscht, die sich für mehr Zusammenhalt in unserer Gesellschaft einsetzen. Mit Schulklassen habe ich über Chancengleichheit in der Bildung gesprochen und während meiner Kleingartenbesuche umweltpolitische Themen behandelt. Bei jede/m einzelnen möchte ich danke sagen - für das mir entgegengebrachte Vertrauen und die Zeit.

Alles Erlebte, die vielen Anliegen und Wünsche treiben mich an und motivieren mich. All das nehme ich für meine parlamentarische Arbeit mit nach Berlin. Jetzt werde aber auch ich kurz durchatmen und neue Energie tanken. Ich verabschiede mich für zwei Wochen in den Urlaub!

Nette Grüße

Euer Karamba


Tag 12 & 13 - Immer im Einsatz: Uniklinik und Polizei

Nach meinem gestrigen Gespräch mit dem Kleingartenverein Vorwärts Ammendorf e.V. fuhr ich in das Universitätsklinikum Halle. Der Direktor der Poliklinik für Pädiatrie I, Prof. Dr. Klusmann, stellte mir seinen Arbeitsbereich und das Engagement des Universitätklinikums Halle, zur Vereinbarkeit von Forschung und Patientenversorgung vor. Die Oberärztin Dr. Höll nimmt am Advanced Clinician Scientist Programm der Klinik teil. So steht ihr neben der Patientenversorgung auch ein fester Zeitrahmen für ihre Forschungsarbeiten zur Verfügung. Eine wichtige Möglichkeit zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses!

Außerdem kam ich mit dem Polizeirevier Halle in Austausch. Gemeinsam mit ihren Kollegen, stellte mir die Leiterin Frau Wernicke die aktuellen Herausforderungen der Polizeiarbeit in Halle vor. Besonders interessant war auch der Blick hinter die Kulissen. Natürlich sprachen wir auch über Rassismus. Die Polizei bildet einen Spiegel der Gesellschaft, somit kommt es auch hier zu Formen von Rassismus. Wir sind uns einig: Um sich diesen entgegenzustellen, ist es wichtig, dass wir uns ihrer bewusst werden. Es darf nicht zu Benachteiligung oder Ausgrenzung einzelner Menschen oder Personengruppen komme, dafür benötigen wir eine stets kritische Reflexion und Aufarbeitung in allen Ebenen.

Heute freute ich mich zusammen mit den Jusos Halle (Saale) auf interessante Begegnungen am Infostand auf der Peißnitzinsel.


Tag 11 – „Wissenschaft und Forschung“

Dr. Anton Wilhelm Amo verfolgt mich schon länger. Er war der erste bekannte Philosoph afrikanischer Herkunft an einer deutschen Universität, genauer gesagt an der MLU Halle-Wittenberg.

Radio Corax hat mich zu ihm interviewt. Meiner Meinung nach ist Amos Geschichte Leitbild für unsere Stadt und unseren Umgang mit Rassismen im Alltag. Auch deshalb habe ich im letzten Jahr ein Seminar an der Universität zum Thema Amo begleitet und schon im Stadtrat eine Amo-Straße gefordert. Hier sollten wir zusammen neue Wege gehen.

Im Anschluss habe ich mich mit Kirsten Haß getroffen, sie ist die neue Chefin der Kulturstiftung des Bundes mit Sitz in Halle. Durch die Corona-Krise, geht auch sie neue Wege: Die Stiftung fördert innovative Projekte und stellt sich aktuellen Fragen, bspw. wie Theater digital erlebbar gemacht werden kann.

Der krönende Abschluss des Tages, war mein Besuch auf dem Bürgerforschungsschiff Make Science Halle, das am Riveufer Anker geworfen hat. Kaum war die Erlaubnis an Bord zu kommen erteilt, durfte ich bei Algensmoothie und Algenbrot die Besatzung kennen lernen. Während eines Rundgangs auf dem Unterdeck wurde mir gezeigt an welchen Stationen die Besucher*innen selbst Proben nehmen, untersuchen und forschen dürfen. Ziel ist es Wissenschaft durch das eigene Tun erlebbar zu machen und so auch Verständnis für wissenschaftliche Abläufe zu schaffen. Ein wunderbares nachhaltiges und ökologisches (Bildungs-)Projekt! Begleitet hat mich übrigens mein lieber Genosse und Landtagskandidat Igor Matviyets, SPD. Ein Besuch lohnt sich für Jung und Alt!


Tag 10 – Betreuungswahlkreis Wittenberg „Support your locals“

Heute führte mich meine Sommertour in die wunderschöne Lutherstadt Wittenberg – begleitet wurde ich von der SPD-Stadtratsfraktion und dem Ortsverein SPD Wittenberg!

Im Gespräch wurden mir die vielfältigen Herausforderungen der ansässigen Händler*innen und der Tourismusbranche verdeutlicht. Die Politik konnte vielen Unternehmer*innen z. B. durch Soforthilfen, Bürgschaften und Krediten helfen, gleichzeitig entstanden aber beispielsweise durch steuerliche Hilfsmaßnahmen, auch neue Herausforderungen. Mein Dank gilt dem Gewerbeverein Lutherstadt Wittenberg e. V., dem TaschenladenSchwabINSTINCT Design & Genuss und dem BEST WESTERN in Wittenberg für ihre konstruktiven Rückmeldungen. Diese sind essentiell wichtig für meine parlamentarische Arbeit.

Im anschließenden Gespräch mit den Geschäftsführern des Jobcenters Wittenberg und der Agentur für Arbeit Dessau-Roßlau – Wittenberg wurden mir die bisherigen Corona-Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt beschrieben. Auch zur Wirksamkeit und Umsetzbarkeit des Teilhabechancen- und Qualifizierungschancengesetz konnten wir uns austauschen.

Abschließend lud ich zum Bürger*innengespräch in das Büro der SPD Wittenberg und freute mich auf spannende Fragen und Anregungen.

Wittenberg hat viele Potentiale, diese müssen auch weiter unterstützt und genutzt werden! – Support your locals! –


Tag 9 - Bildung und Soziales

Der heutige Tag meiner Sommertour enthielt wieder einige Höhepunkte. Beim Metallunternehmen "Metallbau Cronberg" in Kanena in Halle durfte ich nicht nur hinter die Kulisse der Firma schauen, sondern auch selbst Hand anlegen. Die Besonderheit an dem Familienbetrieb: Das Unternehmen fördert Studienabgänger*innen nach dem Northeimer Modell. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es wichtig, dass sich Unternehmen auf heutige Personalentwicklungen ausrichten und alternative Wege der Personalgewinnung einschlagen. Für mich als Bildungspolitiker umso schöner, dass Projekte wie dieses gelingen.

Im Sozialpädiatrischen Zentrum des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale) habe ich mit der Chefärztin und einer Sozialarbeiterin des Krankenhauses über ihre wichtige Arbeit in der Betreuung von beeinträchtigten Kindern sprechen können. Deutlich wurde, dass erfolgreiche und nachhaltige Arbeit nur gelingen kann, wenn Kinderärzt*innen, Sozialpädagog*innen, Psychotherapeut*innen und MFAs an einem Strang ziehen.


Tag 8 - Betreuungswahlkreis Dessau-Roßlau

Tag 8 meiner Sommertour führte mich in meinen Betreuungswahlkreis Dessau-Roßlau. Unterstützt wurde ich heute vom Landtagsabgeordneten Holger Hövelmann.

Beim DRK Dessau-Roßlau haben wir uns über die aktuellen Herausforderungen des Rettungsdienstes unterhalten. Einen Erste-Hilfe-Kurs durfte ich heute auch besuchen. Anschließend ging es in die Jüdische Gemeinde zu Dessau K d.ö.R, mit der wir über ihren geplanten Neubau gesprochen haben. Im Kleingartenverein "Waldesruh e.V." habe ich erst eine Laube-zu-Laube-Tour gemacht und anschließend aus meinem Buch "Mit Karamba in den Bundestag" gelesen. Mein Highlight des Tages war das nach der Lesung folgende Bürger*innengespräch. Es wurden so viele unterschiedliche Themen, wie das Strukturstärkungsgesetz, die Grundrente oder Digitalisierung angesprochen. Ich bin froh, dass wir uns die Zeit nehmen konnten, um alle offenen Fragen zu klären. Es war ein sehr abwechslungsreicher und interessanter Tag. Ich komme gerne wieder!


Tag 6 - Umwelt und Vielfalt

Tag 6 meiner Sommertour brachte mich endlich in die Natur. Wie viele wissen, bin ich bekennender Kleingartenfan und selbst Besitzer einer Gartenlaube. Meine Laube-zu-Laube-Touren sind für mich stets ein Highlight, denn ich kann meine Vorliebe zur Umwelt, mit interessanten Gesprächen mit Bürger*innen und Bürgern verbinden.

Die Kleingartenanlage Angersdorfer Teiche E.v. habe ich schon mehrfach besucht. Grund dafür sind nicht nur die gepflegte Anlage und netten Hobbygärtner*innen, sondern der vor Ort angegliederte Verein Für Alle Generationen Vor Ort - FAGVO e.V. Sein Projekt "Weltoffenheit übern Gartenzaun (WÜG)", das hallesche Kleingärten im Bereich Offenheit und Kampf gegen Rassismus berät, wurde bereits mit dem Landesintegrationspreis des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration ausgezeichnet. Heute wurde mir ihr nächstes Vorhaben vorgestellt. Das Projekt "Demokratie und Vielfalt im Kleingarten (DUVIK)" reagiert auf den demographischen Wandel unserer Gesellschaft und beschäftigt sich mit kultureller Vielfalt, Diversität und Inklusion.

Meiner Meinung nach können Kleingärten als Querschnitt unserer Gesellschaft betrachtet werden - es existieren leider auch in ihnen viele Vorurteile. Umso glücklicher macht es mich, dass es Initiativen wie diese in meinem Wahlkreis gibt, die mit Vorurteilen aufräumen und hervorragende Aufklärungsarbeit leisten.


Tag 5 - Zusammenhalt

Und schon ist wieder Freitag!

Heute durfte ich im Globus Halle Dieselstraße ein Kurzpraktikum im gastronomischen Bereich absolvieren. Ich erhielt interessante Einblicke in den Arbeitsalltag der Beschäftigten und konnte mir im Anschluss durch die Besichtigung der verschiedenen Bereiche (Bäckerei, Konditorei, Fleischerei, Apotheke) auch ein Bild von der Vielfalt der Themen im Haus machen.

Außerdem war ich zu Gast in einer 4. Klasse der Grundschule Diemitz - es handelt sich um eine Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage Sachsen-Anhalt. Nachdem ich den interessierten Kindern viele Fragen beantwortet habe, berichteten sie mir von Ihren Kenntnissen über das Judentum und dem Engagement der Schule im Kampf gegen Antisemitismus.

Ebenfalls ein gutes Signal für den Zusammenhalt in unserer Stadt ist der Auszug der IB aus der Adam-Kuckoff-Str. in Halle. Zu diesem Anlass hielt ich eine kurze Rede und verdeutlichte, dass wir uns auch weiterhin gegen Hass und Hetze, und für Weltoffenheit und Solidarität einsetzen müssen.


Tag 4 – Vielfalt im Wahlkreis, Europa und der Welt

Mein heutiger Tag war von Bürger*innengesprächen zu sehr vielfältigen Themen geprägt:

Mir wurden Ideenkonzepte für den Volkspark Halle vorgestellt und mit der Geschichtswerkstatt Jena hatte ich einen Interviewtermin zum Thema „30 Jahre Wiedervereinigung“ in meinem Bürgerbüro.Anlässlich des (digitalen) Deutsch-Französischen Entdeckungstages vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW), sprach ich zudem mit Schüler*innen drei hallescher Schulen und tauschte mich mit der Seebrücke Halle zu den politischen Möglichkeiten im Umgang mit Geflüchteten in griechischen Lagern aus.

Begleitet wurde ich dabei heute auch von Thuy. Ich bin ihr Mentor im Mentoring-Programm „Dialog Chancen“ des Aelius Förderwerk e.V. – danke für deine heutige Unterstützung!

Ob international oder lokalpolitisch, die Themen, die meinen Wahlkreis bewegen, sind so vielfältig, wie die Menschen, die hier leben. Es ist diese Diversität, die meine Abgeordnetentätigkeit so spannend und zugleich auch herausfordernd macht.


Tag 3 - Ice Ice Baby

Der dritte Tag meiner Sommertour stand ganz im Zeichen von "Zusammenhalt".

Mit dem Bündnis Halle gegen Rechts - Bündnis für Zivilcourage habe ich am Vormittag über die aktuellen Geschehnisse und weitere Strategien für die Bekämpfung von Rassismus in Halle gesprochen. Halle ist und bleibt vielseitig und solidarisch. Dafür setzen sich nicht nur das Bündnis, sondern auch unsere aktive Zivilgesellschaft täglich ein.

In der Krise Zusammenhalt zu spüren, das ist auch für Gastronomen besonders wichtig. Der EisDealer erlebte wie auch viele andere Gastronomen, schwere Einschnitte durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Zur Unterstützung der Gastronomen hat die Bundesregierung Verbesserungen im Steuerrecht beschlossen. Die Umsatzsteuer für Speisen wird ein Jahr lang gesenkt und es werden Anreize für Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld geschaffen. Ich durfte im EisDealer heute ein kleines Schnupperpraktikum absolvieren und hinter die Ladentheke schauen. Fazit: Der Job ist super, das Eis ist verdammt lecker und die Kund*innen immer gut gelaunt. Am Ende habe auch ich mich mit einem Haselnusseis verwöhnt!


Tag 2 – Bildung & Corona

Am zweiten Tag der Sommertour besuchte ich gleich zwei Bildungseinrichtungen in Halle (Saale): Das Christian-Wolff-Gymnasium lud mich zu einem Gespräch mit den Schüler*innen ein und danach konnte ich der Christlichen Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe Halle gratulieren, denn sie ist nun eine Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage. Mit den engagierten Schüler*innen, Lehr- und Verwaltungskräften, tauschte ich mich zu ihrem Einsatz gegen Rassismus, aber auch zur Digitalisierung an Schulen, der generalistischen Pflegeausbildung und dem Umgang mit Corona aus.

Die vergangenen Wochen waren für viele Schüler*innen und Lehrer*innen eine große Belastungsprobe. Die bisherigen Lehr- und Lernformen haben sich grundlegend geändert, darauf reagierte die Bundespolitik in einem 1. Schritt mit der Förderung leistungsfähiger digitaler Infrastrukturen und Bildungsinhalte. Den Ländern wurden dazu Mittel i. H. v. 100 Mio. Euro zugewiesen. In einem 2. Schritt hat die Bundesregierung ein 500 Mio. Euro schweres Sofortprogramm zur Beschaffung mobiler Endgeräte für Schüler*innen beschlossen. Diese Maßnahmen waren wichtig und notwendig, doch das darf es nicht gewesen sein. Die digitalen Neuerungen müssen in den Unterricht von morgen integriert werden, Präsenz- und Online-Unterricht sollen sich bestmöglich ergänzen. Auch in den heutigen Gesprächen wurde mir verschiedener Handlungsbedarf verdeutlicht, das bestätigt die Forderungen der SPD-Fraktion im Bundestag nach einer weiteren Verbesserung des Digitalpakts Schule, der Unterstützung von Lehrkräften und dem Ausbau freier Lehr- und Lernmaterialien.


Tag 1 – Ein gelungener Auftakt

Gemeinsam mit meinem Team startete ich heute in den 1. Tag meiner Sommertour! Gleich am Morgen gewann ich im Familienbetrieb Beyer's Blumeneck interessante Einblicke in den Arbeitsbereich der Floristik und Gärtnerei. Ein abwechslungsreicher, kreativer Berufszweig mit vielen Möglichkeiten, den ich allen Pflanzenfreund*innen und jenen die es noch werden wollen wärmstens empfehle! Neben den handwerklichen Themen, konnten wir uns auch zu unternehmerischen Fragen austauschen – vor allem zu den wirtschaftlichen Konsequenzen der Covid-19-Pandemie.

Viele Unternehmen und deren Mitarbeiter*innen profitierten zur Abfederung ihrer Verluste von verschiedenen Maßnahmen. Dazu gehörten u.a. die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes, das Förderprogramm der KfW-Corona-Hilfe, Wirtschaftsstabilisierungsfonds, steuerliche Hilfsmaßnahmen und das Schutzschild für Startups. Vor einer Woche haben Bundestag und Bundesrat mit dem Corona-Steuerhilfegesetz nun auch einen wichtigen Teil des Konjunkturpakets auf den Weg gebracht. Es sieht neben der vorübergehenden Absenkung der Mehrwertsteuer auch weitere steuerliche Erleichterungen sowie Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen vor. Das ca. 130 Milliarden Euro schwere Konjunkturpaket soll die Wirtschaftskraft stärken, Arbeitsplätze sichern und uns mit einem vielzitierten "Wumms" aus der Krise führen.

Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen, sind hier zu finden.